Von Zielen, an denen wir uns verausgaben und scheitern könnten, haben wir schon genug. So ist es wichtig, sich der Liebe Gottes zu nähern, ohne daraus wiederum eine Leistungsanforderung oder gar einen Wettbewerb zu machen.
Das große Vorbild für die wünschenswerte Leichtigkeit ist ein kleines Kind, das einfach nur da sein kann. Solche Momente gab es auch zu Anfang unseres Lebens. Daran können wir uns zwar nicht erinnern – unser Körpergedächtnis aber schon.
So gibt es in unserem Unbewussten nicht nur das verstörte, liebeshungrige, sondern auch das aufgehobene und geliebte Kind. Letzteres hat Gott vor Augen, wenn ER sich uns mit seiner Liebe zuwendet.
Wir können uns ausmalen, wie sich Gott uns zuwendet, uns versorgt, beruhigt und vieles andere mit Hingabe für uns tut – so wie wir es von Eltern gegenüber ihren Kleinkindern beobachten können.
Ebenso können wir Merkmale eines Kleinkindes in uns suchen. Sich darauf auszurichten, stärkt diese Wesenszüge. Auch dafür einige Beispiele:
· Das Kind in uns vertraut so lange wie es nur irgend möglich ist und ist gerne gelassen.
· Das kleine Kind nimmt sich grundsätzlich so wie es ist. Es ist nicht darauf aus, ein besserer Mensch, Christ, Partner… zu werden. Auch die anderen müssen nicht ständig bewertet und beurteilt werden.
· Das Kind in uns ist mit guten Fragen zufrieden, statt auf schnelle Antworten versessen zu sein. Es muss unüberschaubar komplexe Vorgänge nicht ergründen oder gar kontrollieren und auch nicht die Ursache von allem kennen. Vielmehr staunt es sehr gerne.
· Das Kind interessiert sich mehr für den gegenwärtigen Moment als für die Vergangenheit und Zukunft, auf die es keinen Einfluss hat.
So sammeln wir in unserer Aufmerksamkeit sogenannte Kindsmomente, in denen alles so sein darf wie es ist. Daraus erwächst die Kraft für Veränderungen.
Auch für diesen Aspekt steht bei jedem Treffen ein neuer Impuls zur Verfügung.