In der Botschaft vom Himmel heißt es: „an dem ich Wohlgefallen habe“.
Viele denken, dass Gott das zu Jesus sagen kann, weil nichts Trennendes zwischen ihnen steht. Doch der Grund ist ein grundsätzlich anderer und viel tieferer: Er har Wohlgefallen an ihm, weil er sein Sohn ist.
Das können wir auch bei Eltern auf dieser Erde beobachten: Sie erfreuen sich an ihrem Kind nicht, weil es ihnen keine Mühe bereitet und ganz nach ihren Vorstellungen tickt. Vielmehr steht ihre Zuneigung auf dem Fundament ihrer Beziehung – und dass sie sich in dem Kind wiederfinden.
Ob du es gerade glauben willst oder nicht: So geht es Gott mit uns. Wir sind zu seinem Bilde geschaffen. Das bedeutet, dass Gott Wesenszüge seiner Persönlichkeit in uns hineingelegt hat. Das Wesentliche ist die Liebe: Wenn wir etwas als liebenswert empfinden, kann Gott denken: Das hat er/sie von mir.
Nun hat in Gottes Wesen die Liebe viele Sprösslinge hervorgebracht, denen wir häufiger begegnen als der großen Liebe.
Und wir tun gut daran, uns diese Ressourcen bewusst zu machen, die Gott in uns angelegt hat und den unzerstörbaren Kern unserer Persönlichkeit bilden. Hier eine kleine Auswahl der rund 100 gesammelten Begriffe:
Freundlichkeit, Geduld, Dankbarkeit, Entschlossenheit, Erneuerungswillen, Genussfähigkeit, Schönheitssinn, Mitgefühl, Entscheidungsfreiheit, Wertschätzung …
Natürlich wünschen wir uns von manchem mehr Wirksamkeit. Wer wünscht sich in manchen Situationen nicht mehr Geduld. Doch zu behaupten, sie wäre uns wesensfremd ist natürlich Unsinn. Wann immer wir Geduld und Ausdauer aufbringen, kann Gott denken: Auch das stammt von mir. Und dabei stört ihn überhaupt nicht, dass sie nicht das göttliche Ausmaß hat, sondern irdischer Begrenztheit unterworfen ist.
Es hat etwas Erfrischendes, Gott zu sagen: Ich teile mit dir die Freundlichkeit, Geduld ... Sei's drum, dass ich davon das sehr viel kleinere Stück habe.
Für jeden dieser inneren Schätze stehen bei jedem monatlichen Treffen der Experimentiergruppe zwei neue Impulse zur Verfügung, die helfen, diesen göttlichen Reichtum in uns aufzuspüren und uns zusammen mit Gott darüber zu freuen.
Der Scheideweg: Du kannst dein Leben damit verbringen, gegen die Sünde anzukämpfen. Du wirst dich dabei mies und minderwertig fühlen, weil du es letztlich nicht schaffen kannst.
Oder du kannst alles, was in deiner Seele an Kräften aus der Werkstatt Gottes angelegt ist, als Zeichen seiner Liebe und Verbundenheit mit ihm immer mehr ergründen. In diesem Eintauchen in Gottes Liebe wirst du ganz ohne Druck mit Herzenszustimmung seine Liebe zu erwidern suchen.