Hintergründe der Hochsensibilität

Hochsensibilität ist ein Begriff, der sich erst in den letzten 10 bis 20 Jahren etabliert hat. Elaine Aron, eine amerikanische Psychologin, forscht seit mehr als 20 Jahren zu dem Thema und hat wesentlich dazu beigetragen, dass das Phänomen der Hochsensibilität beschrieben wurde. Sie hat den Begriff „Highly Sensitive Person“ (hochsensible Person, Abkürzung: HSP) geprägt. Nach ihrer Einschätzung sind 15-20 % der Bevölkerung hochsensibel.

 

 

Wie ist Hochsensibilität zu beschreiben? Hochsensibilität ist mehr als Sensibilität. Wo hört normale Sensibilität auf und wo fängt Hochsensibilität an? Oft ist das nicht einfach zu klären. Aber es gibt drei Kriterien, die auf alle Hochsensiblen zutreffen: Sie haben eine schmale Komfortzone, sie sind schnell überreizt und die Eindrücke hallen lange nach. Diese Erfahrungen können dazu führen, dass hochsensible Personen leichter erschöpft sind, und unter belastenden Umweltbedingungen ihre Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt ist.

 

 

Hochsensibilität ist keine psychische Krankheit oder Störung, sondern ein Temperamentsmerkmal. Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass sie möglicherweise dieses Persönlichkeitsmerkmal haben. Sich oft fehl am Platz zu fühlen, mit dem gesellschaftlich schnellen Lebenstempo nicht mithalten zu können, können Hinweise auf Hochsensibilität sein und sind zugleich belastende Erfahrungen für HSP. Wer sich aber bewusst mit seiner Hochsensibilität auseinandersetzt und die Stärken dieses Persönlichkeitszuges kennenlernt, kann Wege finden, ein für sich passendes Umfeld – persönlich und beruflich - zu gestalten.