5. Teil:                                                       Gesunde und ganzheitliche Spiritualität

Da auch die Spiritualität unser Menschsein ausmacht, darf sie für eine ganzheitliche Betrachtung von Gesundheit nicht fehlen. Es entspricht unserer Natur, uns nach etwas auszustrecken, das über uns hinausgeht. Doch unter welchen Voraussetzungen ist Spiritualität tätsächlich stärkend und gesund?
Uns sind folgende Merkmale wichtig:

  • Gesunde Spiritualität führt in die Freiheit, verzichtet auf jede Form von Druckausübung und geht auf unser Grundbedürfnis ein, bedingungslos geliebt zu werden.
  • Sie berücksichtigt, dass wir durch und durch beziehungsorientiert sind und dem Über-uns-Hinausgehenden eine Beziehung suchen.
  • Eine ganzheitlich ausgerichtete Spiritualität berührt uns emotional und bezieht wohltuende Körperwahrnehmungen mit ein.
  • In einer ganzheitlichen Spiritualität ist Gott nicht auf einen bestimmten Ort und Zuständigkeitsbereich beschränkt, sondern allgegenwärtig. Demzufolge ist er im Himmel über uns und der Erde unter uns ist, neben uns und – nicht zu vergessen – in uns ist. Diese Überzeugung unterstützt uns dabei – statt ausschließlich  auf Veränderungen um uns herum fixiert zu sein - nach der Kraft, Liebe und all dem Guten in uns selbst zu suchen.

Fazit: Eine unpersönliche höhere Dimension, von der wir nicht wissen, ob es uns wohl gesonnen ist, leistet zu unserem Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit keinen spürbaren Beitrag. Vielmehr wünschen wir uns eine Person, die keinen Einschränkungen unterworfen ist und uns ganz persönlich grenzenlos liebt. 

Doch woran erkennen und wie fühlen wir diese Liebe? Wir haben für Sie 70 Ausdrucksformen (Sprachen) gefunden, in denen sich diese Zuwendung ausdrückt:

 

A.     In Beziehung treten  

Belebt / Erfrischt / Von Gottes Atem erfasst / Bewegt / Erweckt         

Adoptiert / Erwählt / Verwurzelt / Gegründet / Verewigt

Befreit / Errettet / Freigesetzt / Mit Vergebung beschenkt / Gereinigt / Ummantelt

Von Nähe bereichert / Angesprochen / Berührt / Umgeben / Von Einsamkeit freigesetzt  

     

B.      Beziehung festigen

Geliebt / Angesehen / Wertgeschätzt / Von Erbarmen berührt / Gewürdigt

Befriedet / Beruhigt / Getröstet / Erfreut / Gesegnet  

Ermutigt / Mit Hoffnung bedacht / Aufgerichtet / Mit Orientierung beschenkt /
Mit Rückendeckung versorgt           

                                                       

C.      Wegzehrung

Mit Beistand bedacht / Getragen / Gehalten / Gestützt / Mit Hilfe beschenkt                             
Geführt / Geleitet / Durch Hineinsprechen bereichert / Begleitet / Unterstützt

Gestärkt / Entlastet / Mit Heraushelfen beschenkt / Gekräftigt / Geschmückt  

 

D.     Gutes tun

 Verwöhnt / Beschenkt / Bereichert / Erstaunt / Überrascht                             

 Erleuchtet / Gelehrt / Inspiriert / Mit Offenbarung beschenkt / Erinnert                                                     

 Beschützt / Behütet / Umsorgt / Versorgt / Bewahrt

 Erneuert / Verwandelt / Geheilt / Mit neuem Leben beschenkt / Geheiligt

 

Jeder Impuls bezieht sich auf eines dieser Zeichen der Liebe. So können Sie die Aussage auf sich wirken lassen: "Ich bin …" oder „Ich werde …“ - um dann zu beobachten, inwieweit Sie das nachvollziehen und Erfahrungen diese Aussage bestätigen könnten.

 

Dabei steht natürlich nicht theoretisches Wissen im Mittelpunkt, von dem allein ja nichts Heilsames ausgeht. Vielmehr können Sie auch die rechte Gehirnhälfte mit Ihrer Vorstellungskraft nutzen, um dem Gefühl des Geliebtseins Raum zu geben. Damit es in Ihnen Wurzeln schlagen kann, beziehen die Impulse Körperwahrnehmungen ein, die Sie durch den Alltag begleiten können.