Leichtigkeit im Alltag

Ein guter Start in den Tag: Ich denke gerne gleich nach dem Aufwachen – noch bevor sich die Sorgenlawine ankündigt – an das innere Kind. Dabei stelle ich mir vor, wie es voller Abenteuerlust aus dem Bett hüpft. Auch wenn auf mich die physikalische und mentale Schwerkraft stärker wirkt, animiert mich die Aussicht mit dem inneren Kind durch den Tag gehen zu können. Es wird mich in seine spielerische Leichtigkeit mit hineinnehmen. So werde ich auch das Essen genießen und mich an dem Wechsel zwischen Bewegung und Ruhe erfreuen. Ebenso kann ich mich darauf besinnen, wie wertvoll das Leben ist und ich mittendrin bin. Dann ist mir, als flüstere mir das innere Kind zu: LEBE! Ich zeige dir, wie du es heute ausschöpfen kannst. Dabei schiebt sich ein „i“ dazwischen, so dass sich die Krönung von allem ereignet: LIEBE!

 

Etwas zu sich nehmen: Die Mahlzeiten haben etwas schöpferisch-verspieltes mehr als spröde Notwendigkeit und Routine zu sein. Ich variiere mein Müsli so künstlerisch wie ein Maler seine Farbpalette nutzt, ohne dass es in Arbeit ausartet. Ein Schluck Wasser aufmerksam getrunken lässt mich die Frische spüren und auskosten. Selbst ein achtsamer Atemzug lässt mich wahrnehmen, wie reich das Leben ist. Das alles kann ich in ein paar Momenten des Innehaltens genießen. Bei alledem wächst die Zufriedenheit in der Seele, die ein Gefühl der Sättigung an den Körper weiterleitet.

 

Bewegen: Sich aus eigener Kraft zu bewegen ist weit mehr als eine Notwendigkeit, um irgendwo anzukommen. Während ich mit dem Fahrrad in unser Büro fahre, stelle ich mir vor, dass mein inneres Kind mit an Bord ist. Daraufhin fahre ich da, wo es niemanden stört oder irritiert, ein paar Schlenker. Auch im weiteren Tagesverlauf vollziehe ich immer wieder überflüssige Bewegungen. Die erinnern mich, dass Funktionieren nicht alles ist. Das Spielerische – also Kreative, Schöpferische, Lebendige, Erleichternde, Spaßbetonte – hat auch seinen Platz. So hat der Eindruck, der Alltag wäre nur stupide, ermüdend und bedeutungslos, keine Chance.

Nischen für die Leichtigkeit: Weil alles seine Zeit hat, verdrehe ich natürlich nicht spielerisch bedeutungsvolle Zahlen nach Belieben und lasse auch nicht die Worte und Dinge willkürlich durcheinanderpurzeln. Aber ich bin mir bewusst, dass es neben der Pflicht, in der ich vorgezeichneten Linien folgen muss, eine Kür in der Leichtigkeit eines unbeschwerten, federleichten Tanzes gibt. Für solche
Momente der Besinnung schaffe ich mir Nischen, in denen ich mich immer wieder neu finde, vorfinde und erfinde. So fühle ich mich erleichtert und bin es im Grunde schon. 

 

Gut gewappnet: Wenn das Sorgenkarussell im Tagesverlauf Fahrt aufnimmt, denke ich gerne ein paar Moment an mein inneres Kind. Es gibt mir gleich zu bedenken: Wie lange musst du dich damit noch beschäftigen, beschweren und im Kreise drehen? Auch wenn damit die Sorgen nicht verschwinden, hat es etwas Beruhigendes, diese Frage zuzulassen.

Immer wieder sind die Hürden des Alltags leichter zu bewältigen, wenn ich mir vorstelle, mit dem inneren Kind an der Hand unterwegs zu sein. Denn das schwelgt in Sicherheit. Manchmal gelingt es mir, mich vorsichtshalber mit dem kleinen Kind zu wappnen, wenn sich Spannungen mit anderen, mich selbst oder irgendwelchen Umständen anbahnen. Dann gebe ich in meiner Fantasie dem inneren Kind einen Platz, so dass ich es berühren könnte. Ich stelle mir dann vor, wie es mich anschaut: sich seiner Person ganz sicher und vertrauend, dass es bereits reich beschenkt ist.

 

Den Wert erkennen: Beschwerend ist, wenn wir etwas als sinn- und wertlos betrachten. Das ist umso schlimmer als es uns selbst betrifft. Dem beuge ich vor, indem ich darauf achte, was an mir störungsfrei funktioniert, was einzigartig und damit schön ist und wie ich bei anderen Menschen eine positive Wirkung erreichen kann. Ich liege ständig auf der Lauer, wo ich etwas Wertvolles entdecke, zu allererst an mir selbst und meinen Mitmenschen.
Solche Entdeckungen unterstreichen die Einmaligkeit eines jeden Tages. So erscheint er keinesfalls nur als eine verblasste Kopie und Wiederholung der vorangegangenen.   

 

Erinnerungshilfen: Um die Leichtigkeit nicht zu vergessen, sind in aller Geschäftigkeit Erinnerungshilfen nötig. So schreibe ich mir gerne ein L auf meine todo-Listen oder andere Notizzettel. Das steht für Leichtigkeit, mit der ich unterwegs sein möchte. Es könnte mich auch erinnern, dass die Liebe der Ursprung der Leichtigkeit ist, mit der ich bereits in Berührung bin, wenn ich jemanden oder etwas als liebenswert, liebenswürdig betrachte. Das L kann auch darauf hindeuten, dass ich heute mit Lichtblicken rechne, mit Lust am Leben, mit überschäumender Lebendigkeit. Und wenn es mir zu eng wird, versuche ich an die frische Luft zu gehen. Ich liege gewissermaßen in all den Ls wie in einer Hängematte. Zwei Ls können so angeordnet werden, dass sie ein Rechteck ergeben. In der entstandenen Fläche sind alle akuten Schwierigkeiten gut gerahmt. So können sie nicht ausufern und ein Gefühlschaos bewirken. 

 

Fazit: Das alles macht Lust auf mehr. Aber man wird davon nicht dick. Im Gegenteil.

 

Noch persönlicher

Ich habe durch unsere Entdeckungen mit Leichtigkeit mein körperliches und seelisches Wunschgewicht erlangt. Weil uns Zahlen so wichtig sind, sei verraten, dass ich dabei zehn Kilo loswerden konnte. Mehr ist bei mir nicht angebracht. Doch ich habe mir das nicht einmal vorgenommen. Vielmehr habe ich entspannt beobachtet, was passiert. Dabei fiel mir wiedermal auf, dass wir etwas Wertvolles erst bekommen, nachdem wir aufgehört haben, verbissen darum zu kämpfen.  

 

 

Es spielt für mich keine Rolle, dass das Erreichen des Wunschgewichtes sich nicht in wenigen Wochen ereignete, sondern seine Zeit brauchte. Denn alles Kraftvolle und Bleibende muss erst reifen dürfen.  Entscheidend ist, dass es mühelos und anhaltend war und ist. Nun habe ich ungefähr das Körpergewicht, dass ich als junger Mensch vor etwa 40 Jahren hatte. Was für mich aber noch viel wichtiger ist: Ich fühle mich auch wesentlich leichter als damals. Das betrifft mein Körpergefühl, obwohl ich seitdem einen sehr schweren Unfall und eine Krebserkrankung überstehen musste. Und erst recht hat mir das hier Beschriebene geholfen, mich trotz vieler Herausforderungen seelisch so leicht zu fühlen, wie ich es mir wünsche.

 

Seitdem ich vor 25 Jahren ein Burnout erlebte, forsche ich darüber, wie inmitten aller Beschwerlichkeiten ein leichteres Lebensgefühl möglich ist. In permanenter Seminartätigkeit und in Selbstversuchen konnte ich vieles ausprobieren. WULLUS stellt dafür den Durchbruch dar.

 

 

Durch meine Frau Ruth – die als Spezialistin für Ernährung und einen ausgewogenen Lebensstil die Kurse bereichert – sowie ein hervorragendes Team werden die Kurse unterstützt. 

 

Wir freuen uns sehr, wenn wir diese Erfahrungen mit Ihnen teilen dürfen.  

 

Herzlich

 

Ihr

 

Dietmar Pfennighaus